Trägerwahrscheinlichkeits-Rechner

Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine unveränderte Person Anlageträger (Aa) für eine rezessive Erbkrankheit ist.

📋

Stammbaum & Familienanamnese

Wähle die Familienhistorie für die mütterliche und väterliche Seite.

Allgemeine Populations-Einstellungen

Typischer Standardwert 4 % für Mukoviszidose in kaukasischen Populationen.

Mütterliche Familienhistorie

Väterliche Familienhistorie

Wahrscheinlichkeiten des Kindes

Wenn das Kind gesund ist

Trägerwahrscheinlichkeit (Aa) -
Nicht-Träger Genotyp (AA) -

Gesamtrisiko (Vor Statusbekanntgabe)

Erkrankungsrisiko (aa) -
💡

2/3 Trägerregel

Gesunde Geschwister betroffener Personen haben eine Trägerwahrscheinlichkeit von 2/3 (66,7 %), da der aa-Genotyp ausgeschlossen ist.

Trägerrisiko im Stammbaum Referenztabelle

Verwandtschaft zur betroffenen Person Genotyp-Annahmen A-priori-Wahrscheinlichkeit Trägerrisiko (Aa)
Kind eines Erkrankten (aa) aa × AA/Aa 100 % 100 % (Obligatorischer Träger)
Gesundes Geschwister eines Erkrankten Aa × Aa 2/4 2/3 (66,7 %)
Nichte / Neffe eines Erkrankten Aa (2/3) × Pop 2/3 × 1/2 1/3 (33,3 %)
Cousin / Cousine 1. Grades eines Erkrankten Aa (1/3) × Pop 1/3 × 1/2 1/6 (16,7 %)

Berechnungsmethodik & Biologische Grundlagen

📐

Formel der bedingten Wahrscheinlichkeit

Bei gesunden Personen wird der rezessive Krankheitsausgang (aa) ausgeschlossen:

P(Aa | gesund) = P(Aa) / [P(AA) + P(Aa)]
🧬

Integration des Hardy-Weinberg-Gesetzes

Besitzt ein Partner keine bekannte familiäre Vorbelastung, wird seine Trägerwahrscheinlichkeit über die Frequenz in der Gesamtbevölkerung (2pq) geschätzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein genetischer Anlageträger (Krankheitsträger)?

Ein Anlageträger besitzt ein rezessives Krankheitsallel (Aa), zeigt aber selbst keine Krankheitssymptome. Er kann das Allel jedoch an seine Kinder vererben.

Warum beträgt die Trägerwahrscheinlichkeit eines gesunden Geschwisters 2/3?

Wenn ein Geschwister an einer autosomal-rezessiven Krankheit leidet (aa), müssen beide Eltern Anlageträger sein (Aa x Aa). Eine Standardkreuzung ergibt 1 AA : 2 Aa : 1 aa. Da die betroffene Person als gesund bekannt ist, entfällt der aa-Ausgang, was 2 Träger von 3 gesunden Fällen ergibt (2/3 oder ca. 66,7 %).

Wie hilft der Satz von Bayes bei der Risikoabschätzung?

Der Satz von Bayes kombiniert die genetischen A-priori-Wahrscheinlichkeiten mit beobachteten Daten (z. B. dass eine Person symptomfrei ist), um die exakte Posteriori-Wahrscheinlichkeit zu berechnen.